Da alle Versuche fehlschlugen die Vorderachse vom Rahmen gewaltfrei zu entfernen, wird beschlossen, den Rahmen hinter der Vorderachse trennen. Gar nicht so einfach, aber dennoch entzweit sich der Vorderbau vom Hauptrahmen.

Nach und nach wird erkannt, warum die Bolzen sich weigern den Rahmen zu verlassen. An mehreren Stellen wurde geschweißt, jedoch schien die Vorderachse im Rahmen verblieben zu sein. Auch ein Führungsrohr am Rahmen, in dem die Bolzen durchgehen, wurde seitlich geschweißt. Vermutlich hat sich der Rahmen an der Stelle etwas verzogen, die Bolzen scheinen in den Durchführungen verklemmt zu sein.

Je weiter die Deckel gehoben werden, um so mehr kommt das Elend ans Tageslicht. Kaum eine Stelle, an der nicht geschweißt oder ein weiteres Blechstück hinzugefügt wurde. Dennoch lassen sich die Bolzen nicht überreden, sich zu bewegen.
Der Entschluss ist gefasst, die untere Haut wird komplett abgetrennt. Auf dem Boden machen sich kleine Häufchen bemerkbar, sie scheinen uns in naher Zukunft zu verfolgen.

Aber auch dieser neue Einblick verwehrt einer einfachen Lösung. Nachdem der Trennschleifer schon so richtig in Fahrt ist, kommt dieser eben nochmals heftig zum Einsatz. Die Tragbleche werden getrennt und mitteln eines dicken Hammers umgeschlagen.

Dennoch weigert sich die Achse, ihren Platz zu verlassen. Nochmals kommt der Trennschleifer zum Einsatz, seitlich werden am Rahmen Hülsen samt Bolzen in kleine Elemente getrennt. Das war auf jeden Fall hilfreich, denn die so präparierte Seite hat den Erfolg, dass die Achse sich bewegt.
Bei der Betrachtung des ausgeschnittenen Bolzen offenbart sich das Drama: Herunterfallender Rost hat als feiner Staub den Hohlraum zwischen Bolzen und Führung hart wie Beton ausgefüllt. Mit keinem Hilfsmittel konnte diese Pampe entfernt werden.

Die Zeit ist zu weit vorangeschritten, die andere Seiten muss auf den nächsten Tag verschoben werden.
